Globale Fertigungskapazitäten für kürzere Lieferzeiten im Feinguss
Auf dieser Seite
- Was die Lieferzeit im Feinguss bestimmt
- Die wichtigsten Faktoren für die Lieferzeit
- 1. Geschwindigkeit bei der Konstruktion und Fertigung der Werkzeuge
- 2. Reifegrad der Prozesssteuerung
- 3. Kapazitätsmanagement und Produktionsplanung
- 4. Geografische Aufstellung
- Wie globale Fertigungskapazitäten die Lieferzeit verkürzen
- Wie lange dauert die Prototypenphase?
- Wie Dual Sourcing die Lieferzeit absichert
- Welche weiteren Faktoren können die Lieferzeit maßgeblich beeinflussen?
- Warum Termintreue die aussagekräftigste Kennzahl für die Lieferzeit ist
- Lieferzeit ist eine Fähigkeit, kein Versprechen

Fragt man mehrere Feingusslieferanten nach der Lieferzeit für ein und dasselbe Bauteil, erhält man mitunter sehr unterschiedliche Angaben – von wenigen Wochen bis hin zu mehreren Monaten. Doch worauf sind diese Unterschiede zurückzuführen?
Bei der Beschaffung von Feingussteilen ist die Lieferzeit eine entscheidende Größe, die häufig unterschätzt oder falsch verstanden wird. Die Unterschiede sind dabei nicht unbedingt auf den eigentlichen Feingussprozess zurückzuführen. Ausschlaggebend sind vielmehr die Fertigungsinfrastruktur des Lieferanten, seine verfügbaren Produktionskapazitäten, seine geografische Präsenz sowie seine Fähigkeiten im Projektmanagement.
Für Einkaufsverantwortliche, Projektleiter und Supply-Chain-Ingenieure, die Feingusslieferanten bewerten, ist es daher von großer Bedeutung, die Faktoren zu kennen, die die Lieferzeit bestimmen. Nur so können sie Lieferanten identifizieren, die ihre Termine zuverlässig einhalten – und nicht solche, die zunächst optimistische Lieferzeiten zusagen, diese später jedoch nicht erfüllen können.
Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Lieferzeit im Feinguss und zeigt, welche operativen und strukturellen Faktoren darüber entscheiden, ob ein Lieferant tatsächlich in der Lage ist, branchenweit führende Durchlaufzeiten zuverlässig zu realisieren. Dabei wird insbesondere deutlich, welchen direkten Einfluss globale Fertigungskapazitäten auf die Lieferzeit haben und warum sie eine Lieferperformance ermöglichen können, die Anbieter mit nur einem Produktionsstandort häufig nicht erreichen.
Was die Lieferzeit im Feinguss bestimmt
Die Lieferzeit eines Feingussteils ist keine einzelne Kennzahl. Sie setzt sich vielmehr aus mehreren aufeinanderfolgenden Arbeitsschritten zusammen, die jeweils ihre eigene Dauer und Schwankungsbreite aufweisen. Wer genau versteht, wie sich die Lieferzeit zusammensetzt, kann besser einschätzen, welche Angaben von Lieferanten realistisch sind und welche möglicherweise zu optimistisch ausfallen.
Eine Aufteilung des gesamten Prozesses von der Konstruktion bis zur Fertigung in einzelne Schritte und die Zuordnung typischer Bearbeitungszeiten hilft dabei, realistische Lieferzeiten zu beurteilen.
Der Feingussprozess beginnt mit der Konstruktion und Fertigung der Werkzeuge. Bevor die Produktionsmodelle hergestellt werden können, müssen die Werkzeuge für die Wachsinjektion konstruiert, gefertigt und validiert werden. Dabei handelt es sich um Formen, in die das Modellwachs eingespritzt wird, um die für den Guss benötigten Wachsmodelle herzustellen.
Bei einfachen Geometrien kann dieser Arbeitsschritt drei bis vier Wochen dauern. Bei komplexen Bauteilen, für die mehrere Formsegmente, Schieber oder Werkzeuge für Kerne aus Keramik erforderlich sind, sind hingegen eher acht bis zwölf Wochen realistisch.
Werkzeugqualität und Lieferzeit gehören daher zu den wichtigsten Faktoren für die Gesamtdauer eines Fertigungsprojekts. Gerade diese beiden Aspekte werden von Einkäufern häufig unterschätzt, wenn bei der Lieferantenauswahl vor allem auf den Gussstückpreis und weniger auf die Dauer des gesamten Fertigungsprojekts geachtet wird.
Sobald die Produktionswerkzeuge fertiggestellt sind, umfasst der eigentliche Feingussprozess folgende Arbeitsschritte:
- Herstellung der Wachsmodelle und Zusammensetzung zum Gussbaum
- Aufbau der keramischen Formschale durch mehrere Tauch- und Trocknungszyklen
- Entwachsen, Ausbrennen und Vorwärmen
- Gießen, Ausschlagen der Formschale und Abtrennen der Gussstücke
- Wärmebehandlung, sofern erforderlich
- Maß- und Qualitätsprüfung
- Zerspanende Nachbearbeitung und Endbearbeitung, sofern erforderlich
Wie viel Zeit vom Einspritzen des Wachses bis zum fertig bearbeiteten Gussteil tatsächlich benötigt wird, hängt unter anderem von der verwendeten Legierung, der Komplexität des Bauteils und dem Produktionsdurchsatz des jeweiligen Standorts ab. Bei gut organisierten Fertigungsabläufen sind für Standardbauteile aus gängigen Legierungen etwa vier bis sechs Wochen realistisch. Bei komplexeren Fertigungsprogrammen oder anspruchsvollen Legierungen wie Superlegierungen können dagegen acht bis zwölf Wochen erforderlich sein.
Die reine Produktionszeit ist jedoch nicht mit der tatsächlichen Lieferzeit gleichzusetzen. In die Lieferzeit muss auch die Wartezeit vor Produktionsbeginn einbezogen werden. Die meisten Lieferanten arbeiten mit einer hohen Kapazitätsauslastung und haben entsprechend Auftragsrückstände, die sich über mehrere Wochen erstrecken können.
Dieser Teil der Lieferzeit ist in Preisangeboten meist nicht ersichtlich, zeigt sich jedoch deutlich im tatsächlichen Liefertermin. Lieferanten, die ihre global verfügbaren Fertigungskapazitäten gezielt und effizient einsetzen, können diese Wartezeiten deutlich verkürzen.
Die wichtigsten Faktoren für die Lieferzeit
Im Wesentlichen bestimmen vier Faktoren die Gesamtdauer der Lieferzeit:
- Geschwindigkeit bei der Konstruktion und Fertigung der Werkzeuge
- Reifegrad und Beherrschung der Fertigungsprozesse
- Kapazitätsmanagement und Produktionsplanung
- Geografische Aufstellung
1. Geschwindigkeit bei der Konstruktion und Fertigung der Werkzeuge
Lieferanten, die über eine eigene Werkzeugfertigung verfügen und erfahrene Werkzeugkonstrukteure beschäftigen, die den Zusammenhang zwischen Werkzeugauslegung und Gussqualität verstehen, können die Dauer dieser Phase deutlich verkürzen. Die Vergabe der Werkzeugfertigung an externe Dienstleister führt hingegen zu zusätzlichen Verzögerungen, die sich bei einer internen Fertigung vermeiden lassen.
Eine eigene Werkzeugfertigung ermöglicht zudem schnellere Anpassungen, wenn die Ergebnisse der Erstmusterprüfung Änderungen am Werkzeug erforderlich machen. Das kann einen erheblichen Unterschied ausmachen: Während eine Werkzeuganpassung in einem Fall innerhalb von zwei Wochen umgesetzt werden kann, können bei externer Fertigung sechs Wochen erforderlich sein.
2. Reifegrad der Prozesssteuerung
Gießereien mit dokumentierten und stabilen Prozessen sowie hohen Gutteilquoten haben weniger mit Abweichungen und Ausschuss zu tun. Weniger Nacharbeit und geringerer Ausschuss durch notwendige Neuanfertigungen wirken sich unmittelbar auf die Lieferzeit aus.
Die Termintreue der globalen Fertigungsstandorte von Texmo Blank zeigt, wie sich eine konsequente Prozesssteuerung auf die Lieferperformance auswirkt. Durch eine hohe Quote von Bauteilen, die bereits im ersten Durchlauf den Anforderungen entsprechen, lassen sich Nacharbeit und Korrekturmaßnahmen auf ein Minimum reduzieren.
3. Kapazitätsmanagement und Produktionsplanung
Produktionsstandorte, die den Auftragseingang aktiv an die tatsächlich verfügbaren Kapazitäten anpassen, können Liefertermine zuverlässiger einhalten und weisen geringere Schwankungen auf als Anbieter, die unabhängig von ihrer aktuellen Auslastung weitere Aufträge annehmen.
Bei der Bewertung eines Feingusslieferanten sollten Einkäufer daher auf transparente, für Kunden nachvollziehbare Produktionspläne achten. Diese sollten die tatsächlich verfügbaren Kapazitäten ausweisen und nicht lediglich theoretische oder angestrebte Produktionsmengen darstellen.
4. Geografische Aufstellung
Lieferanten, die ausschließlich an einem einzigen Produktionsstandort fertigen, sind einer Reihe von Störungen besonders stark ausgesetzt. Dazu zählen beispielsweise Maschinenausfälle, Unterbrechungen der Energie- oder Wasserversorgung, Fachkräftemangel, extreme Wetterereignisse oder behördliche Eingriffe.
Im Gegensatz dazu kann ein Lieferant mit mehreren qualifizierten Produktionsstandorten Aufträge gezielt an den jeweils geeigneten Standort vergeben. Kommt es an einem einzelnen Standort zu einer Störung, kann die Fertigung bei Bedarf an einen anderen Standort verlagert werden, sodass derartige Ausfälle ohne Auswirkungen auf das laufende Programm aufgefangen und vereinbarte Liefertermine eingehalten werden können.
Wie globale Fertigungskapazitäten die Lieferzeit verkürzen

Ein Lieferant wie Texmo Blank, der über eine globale Fertigungspräsenz verfügt, bietet zahlreiche strukturelle Vorteile, die sich unmittelbar auf die Lieferzeit auswirken. Dazu zählen insbesondere die Verfügbarkeit von Produktionskapazitäten und die Abdeckung verschiedener Zeitzonen.
Kann ein einzelner Produktionsstandort einen dringenden Auftrag nicht kurzfristig aufnehmen, kann ein Lieferant mit mehreren Standorten die verfügbaren Kapazitäten innerhalb seines globalen Produktionsnetzwerks prüfen und das betreffende Projekt entsprechend einem geeigneten Standort zuweisen. Diese Flexibilität kann die Lieferzeit verkürzen, ohne die Zuverlässigkeit der Fertigung zu beeinträchtigen.
Auch die Abdeckung mehrerer Zeitzonen verbessert die Reaktionsfähigkeit und ist ein wesentlicher Vorteil einer global aufgestellten Fertigung. Konstruktionsabstimmungen, Werkzeuganpassungen, Untersuchungen von Qualitätsabweichungen und ähnliche Aufgaben können praktisch rund um die Uhr bearbeitet werden, wenn sich die Engineering- und Produktionsteams des Lieferanten über mehrere Zeitzonen verteilen. Während ein Problem bei einem einzelnen Produktionsstandort in Europa oder Nordamerika unter Umständen bis zum nächsten Arbeitstag warten müsste, kann es von einem Team auf der anderen Seite der Welt noch während dessen regulärer Arbeitszeit bearbeitet werden. Dadurch verkürzt sich die Zeit bis zur Problemlösung, und laufende Projekte können besser im Zeitplan gehalten werden.
Die Fertigungsstandorte von Texmo Blank in den USA, Deutschland, Indien und Rumänien sind daher nicht lediglich Ausdruck einer geografischen Diversifizierung. Sie bilden zugleich eine globale Fertigungsstruktur, die bei der Einhaltung kurzer Lieferzeiten erhebliche strukturelle Vorteile gegenüber Wettbewerbern mit nur einem Produktionsstandort bietet. Diese Vorteile lassen sich allein durch operative Optimierungen nur schwer erreichen.
Die globalen Standorte von Texmo Blank können zudem die internationalen Logistikzeiten für Kunden verkürzen. Ein europäischer Automobilhersteller beispielsweise, der von einem deutschen Produktionsstandort von Texmo Blank beliefert wird, profitiert von kurzen innereuropäischen Transportwegen. Ein nordamerikanischer Kunde, der vom US-amerikanischen Standort beliefert wird, vermeidet die zusätzlichen Transport- und Zollaufwände einer transatlantischen Lieferkette. Ein asiatischer Kunde kann hingegen vom indischen Standort aus innerhalb regionaler Logistikstrukturen beliefert werden. Kürzere Transportwege reduzieren nicht nur die Gesamtlaufzeit, sondern verringern zugleich die Schwankungen und Risiken innerhalb dieser Lieferzeit.
Wie lange dauert die Prototypenphase?
Die Prototypenphase – von der Freigabe der Konstruktion bis zum ersten spezifikationsgerechten Gussteil aus der vorgesehenen Legierung – ist bei der Entwicklung neuer Produkte häufig die zeitkritischste Phase. In dieser Phase werden Konstruktionsentscheidungen noch geprüft, Werkzeugkonzepte validiert und die Entwicklungsteams stehen unter besonders hohem Zeitdruck, um physische Bauteile für Erprobung und Validierung bereitzustellen.
Die Rapid-Prototyping-Möglichkeiten von Texmo Blank setzen genau an diesem kritischen Punkt an. Hierfür stehen verschiedene Wege zur Prototypenherstellung zur Verfügung, darunter auch 3D-gedruckte Wachsmodelle, die direkt auf Basis der CAD-Daten hergestellt werden. Dadurch kann der ansonsten erforderliche Werkzeugbau entfallen und die Lieferung innerhalb weniger Tage nach Konstruktionsfreigabe ermöglicht werden – statt erst nach mehreren Wochen.
Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn das Ergebnis des Prototyps darüber entscheidet, ob eine Konstruktion für die Investition in Produktionswerkzeuge freigegeben werden kann.
Neben dem klaren Vorteil einer verkürzten Time-to-Market ergeben sich daraus weitere Vorteile. Der gesamte Entwicklungszyklus lässt sich innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters vor dem Produktionsstart komprimieren. Jede eingesparte Woche in der Prototypenphase bedeutet zugleich eine zusätzliche Woche für Erprobung und Tests, weniger Zeitdruck im weiteren Projektverlauf oder einen früheren Markteintritt.
Das ist ein erheblicher kommerzieller Vorteil, der sich unmittelbar auf den Umsatz auswirken kann – insbesondere in Märkten, in denen der Zeitpunkt der Markteinführung maßgeblich über den erreichbaren Marktanteil entscheidet.
Wie Dual Sourcing die Lieferzeit absichert
Die Lieferperformance eines Feingusslieferanten ist eine wichtige Kennzahl. Ebenso wichtig ist jedoch die Frage, wie widerstandsfähig die Lieferkette über die gesamte Laufzeit eines Projekts hinweg ist.
Ein Lieferant, der die ersten 18 Monate zuverlässig termingerecht liefert, dann aber von einer schwerwiegenden Störung betroffen ist, die zu einer Lieferverzögerung von zehn Wochen führt, hat keine branchenführende Lieferperformance bewiesen. Vielmehr hat sich ein unvorhergesehenes Risiko verwirklicht – und das ausgerechnet zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.
Das Dual-Sourcing-Modell von Texmo Blank setzt genau hier an. Indem dasselbe Bauteil an zwei Produktionsstandorten qualifiziert wird, können Kunden die Fertigung im Falle höherer Gewalt – beispielsweise bei einer globalen Transportkrise wie während der COVID-19-Pandemie – zwischen den beiden Standorten verlagern. Dadurch entfällt die zeitaufwendige erneute Qualifizierung eines neuen Lieferanten, wie sie bei einem vollständigen Lieferantenwechsel erforderlich wäre.
Für einen möglichst effizienten und reibungslosen Wechsel zwischen den Standorten verfügen diese über gemeinsame Prozessdokumentationen, aufeinander abgestimmte Qualitätsstandards und miteinander kompatible Werkzeuge. So lässt sich die Fertigung bei Bedarf schnell und ohne unnötige Reibungsverluste verlagern.
Das Dual-Sourcing-Modell schafft zudem einen internen Wettbewerb zwischen den Produktionsstandorten von Texmo Blank. Dieser fördert kontinuierliche Verbesserungen bei Lieferperformance, Qualität und Kosten und kommt damit unmittelbar dem Kunden zugute. Wenn die Leistung eines Standorts innerhalb des Unternehmens sichtbar und direkt mit der eines vergleichbaren Standorts gemessen werden kann, entsteht ein struktureller Anreiz, die eigene Leistung kontinuierlich zu verbessern. Bei Lieferanten mit nur einem Produktionsstandort fehlt dieser Vergleichsmaßstab.
Welche weiteren Faktoren können die Lieferzeit maßgeblich beeinflussen?
Bei Feingussteilen, die vor ihrem Einsatz noch montiert, geprüft oder qualifiziert werden müssen, umfasst die gesamte Lieferzeit der Lieferkette sämtliche Schritte zwischen der Fertigstellung des Gussteils und der Bereitstellung des fertigen Bauteils für den Einsatz. Jede zusätzliche Bearbeitung durch einen weiteren Lieferanten bringt zusätzlichen Abstimmungsaufwand, Transportzeit und Übergaberisiken mit sich. Dadurch verlängert sich die Zeit vom Auftragseingang bis zur Bereitstellung des fertigen Bauteils am Einsatzort.
Die Montage- und Prüfmöglichkeiten von Texmo Blank machen solche Übergaben zwischen verschiedenen Lieferanten für Kunden überflüssig, deren Bauteile nach dem Guss noch montiert oder einer Funktionsprüfung unterzogen werden müssen. Maßprüfungen, Druck- und Dichtheitsprüfungen sowie die Montage von Baugruppen können direkt am Feingussstandort durchgeführt werden, ohne dass das Bauteil den Verantwortungsbereich des Lieferanten verlassen muss. Dadurch verkürzt sich die gesamte Lieferzeit der Lieferkette, während zugleich der Abstimmungsaufwand und die Qualitätsrisiken reduziert werden, die bei Lieferketten mit mehreren beteiligten Lieferanten entstehen.
Der Kunde erhält somit eine geprüfte und spezifikationsgerechte Baugruppe anstelle einzelner Gussteile, die noch weiterverarbeitet werden müssen – und das unter Umständen in kürzerer Zeit, als dies bei einer auf mehrere Lieferanten verteilten Lieferkette möglich wäre.
Warum Termintreue die aussagekräftigste Kennzahl für die Lieferzeit ist
Eine zugesagte Lieferzeit ist eine Prognose – die Termintreue hingegen lässt sich messen. Sie gibt an, welcher Anteil der Bestellungen innerhalb einer repräsentativen Auswahl des Kunden- und Produktspektrums tatsächlich zum bestätigten Liefertermin ausgeliefert wird. Für Kunden, die Feingusslieferanten bewerten, ist sie damit der zuverlässigste Indikator dafür, ob eine zugesagte Lieferzeit auch tatsächlich eingehalten werden kann.
Lieferanten, die besonders kurze Lieferzeiten zusagen, diese Termine anschließend jedoch regelmäßig verfehlen, verlagern das Terminrisiko aus ihrer eigenen Auftragsplanung auf die Produktionsplanung ihrer Kunden. Die Kosten dieses Risikos sind auf der Rechnung für das Gussteil in der Regel nicht sichtbar. Dennoch sind sie real und messbar – und können den eigentlichen Wert des Gussteils deutlich übersteigen, wenn beispielsweise die Kosten eines Produktionsstillstands, Aufschläge für beschleunigte Transporte und vertraglich vereinbarte Vertragsstrafen berücksichtigt werden.
Die Verpflichtung von Texmo Blank zu termingerechten Lieferungen wird durch eine entsprechende operative Infrastruktur getragen. Dazu gehören globale Fertigungskapazitäten, konsequente Prozesssteuerung, eine vorausschauende Produktionsplanung und ein durchgängiges Logistikmanagement. Erst dieses Zusammenspiel macht die Zusage verlässlich und zu mehr als einer bloßen Zielvorgabe.
Auszeichnungen wie die John Deere Supplier Hall of Fame und der Endress + Hauser Special Effort Award, die zu den Auszeichnungen und Zertifizierungen von Texmo Blank zählen, spiegeln die Lieferperformance wider, die anspruchsvolle Kunden messen und anerkennen.
Lieferzeit ist eine Fähigkeit, kein Versprechen
Die Lieferzeit im Feinguss wird durch die vorhandene Fertigungsinfrastruktur, den Reifegrad der Prozesse, die Konsequenz im Kapazitätsmanagement und die geografische Aufstellung bestimmt – nicht durch die optimistischen Angaben in einem Angebot. Lieferanten, die tatsächlich in der Lage sind, branchenführende Durchlaufzeiten zu realisieren, haben diese Fähigkeit durch kontinuierliche Investitionen in ihre Werkzeugfertigung, die Optimierung ihrer Produktionsprozesse, den Aufbau von Fertigungskapazitäten an mehreren Standorten und eine leistungsfähige Infrastruktur für das Supply-Chain-Management entwickelt. Dabei handelt es sich um strukturelle Fähigkeiten und Vorteile, die einen entscheidenden Unterschied machen können.
Für Einkaufsverantwortliche und Supply-Chain-Ingenieure, die Feingusslieferanten bewerten, sind insbesondere folgende Fragen aufschlussreich:
- Wie hoch ist Ihr aktueller Auftragsbestand?
- Welche Lieferzeit können Sie für die Werkzeugfertigung verbindlich zusagen?
- Wie hoch war Ihre Termintreue in den vergangenen zwölf Monaten über Ihren gesamten Kundenstamm hinweg?
- Was passiert mit meinem Liefertermin, wenn es an Ihrem Hauptproduktionsstandort zu einer Störung kommt?
- Wie lange dauert die Prototypenfertigung für diese Legierung?
Lieferanten, die diese Fragen mit konkreten und überprüfbaren Leistungsdaten beantworten können, haben die Grundlage dafür geschaffen, branchenführende Lieferzeiten zu beanspruchen. Wer dagegen lediglich mit allgemeinen Aussagen und unverbindlichen Zielvorstellungen antwortet, kann diese Aussage nicht belegen.
Wenn Sie mehr über die Fertigungskapazitäten und Lieferzeiten von Texmo Blank erfahren möchten oder wissen wollen, wie unsere globale Aufstellung Ihr nächstes Feingussprojekt beschleunigen kann, kontaktieren Sie unser Team, informieren Sie sich über unsere globalen Standorte oder vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch mit unserem Vertriebsteam.
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