Resilienz der Lieferkette im Feinguss: Der Vorteil der Fertigung auf mehreren Kontinenten

Die Feingussbranche kam Anfang 2020 zu einer Erkenntnis, die viele ihrer Kunden bereits zuvor verinnerlicht hatten: Lieferketten, die auf einen einzigen Lieferanten oder einen einzigen Fertigungsstandort angewiesen sind, mögen auf den ersten Blick kostengünstig erscheinen – tatsächlich bergen sie jedoch erhebliche Risiken. Früher oder später können diese Risiken zu gravierenden Störungen in der Produktion und Versorgung führen.

Überlastete Häfen, pandemiebedingte Werksschließungen, extreme Wetterereignisse, geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und regionale Energiekrisen haben eindrucksvoll vor Augen geführt, wie anfällig global vernetzte Lieferketten sein können. Wer ausschließlich auf den günstigsten Anbieter setzt, macht seine Versorgung letztlich von den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen einer einzigen Region abhängig.

Für Einkaufsleiter und Supply Chain Manager, die Feinguss beschaffen, stellt sich die Frage heute anders: Es geht nicht mehr nur darum, wer dieses Bauteil spezifikationsgerecht zum besten Preis gießen kann, sondern wer es spezifikationsgerecht zu einem wettbewerbsfähigen Preis aus einer Fertigungsinfrastruktur liefern kann, die auch unter verschlechterten Rahmenbedingungen nicht versagt.

Genau darauf ist die multikontinentale Fertigungsarchitektur von Texmo Blank ausgelegt. Mit Standorten in den USA, Deutschland, Indien und Rumänien und einem Fertigungsnetzwerk, das in mehreren regulatorischen und wirtschaftlichen Umgebungen operiert, bedient Texmo Blank Kunden aus den wichtigsten Industriesektoren und bietet ein Modell für Lieferkettenresilienz, das lokale oder regional begrenzte Wettbewerber nicht erreichen.

Dieser Beitrag beleuchtet, wie sich dieser Vorteil in der Praxis konkret auswirkt, weshalb er heute eine größere Bedeutung hat als noch vor einem Jahrzehnt und wie Einkaufsteams ihn bei der Auswahl geeigneter Partner für Feingussteile systematisch bewerten können.

Warum Lieferkettenresilienz bei der Beschaffung von Feinguss zunehmend an Bedeutung gewinnt

Bis zum Jahr 2020 spielte die Resilienz der Lieferkette bei der Beschaffung von Feinguss nur eine untergeordnete Rolle. Kosten, Qualität und Lieferzeit standen bei der Bewertung von Lieferanten im Vordergrund. Die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette – also ihre Fähigkeit, Störungen aufzufangen, ohne die laufende Produktion zu beeinträchtigen – wurde entweder als selbstverständlich vorausgesetzt oder durch Sicherheitsbestände abgefedert, anstatt sie durch eine entsprechend robuste Lieferkettenstruktur sicherzustellen.

Die Jahre 2020 bis 2023 haben diese Betrachtungsweise in vielen Industrieunternehmen nachhaltig verändert. Unternehmen, die ihre Gussbeschaffung auf einzelne, kostengünstige Fertigungsregionen konzentriert hatten, mussten feststellen, dass jahrelange Kosteneinsparungen durch die operativen Folgen einer Lieferunterbrechung innerhalb kürzester Zeit zunichtegemacht werden können.

Die kurzfristige Qualifizierung neuer Gusslieferanten ist dabei keine praktikable Notfallmaßnahme. Selbst bei vergleichsweise einfachen Komponenten kann dieser Prozess in regulierten Branchen drei bis sechs Monate in Anspruch nehmen – und damit deutlich länger dauern, als es ein bereits stillstehendes Montageband zulässt.

Resilienz der Lieferkette ist daher für Unternehmen, die solche Störungen selbst erlebt haben, zu einem zentralen Beschaffungskriterium geworden. Für andere ist sie spätestens seit den Erfahrungen ihrer Branche zu einem wesentlichen Bestandteil des Risikomanagements geworden.

Entsprechend berücksichtigen fortschrittliche Einkaufsteams bei der Lieferantenbewertung zunehmend Kriterien wie:

  • geografische Diversifizierung der Fertigungsstandorte
  • die Möglichkeit, Komponenten an mehreren Standorten zu qualifizieren
  • belastbare und dokumentierte Notfall- und Business-Continuity-Konzepte
  • operative und finanzielle Stabilität
  • regionale Fertigungsalternativen und redundante Kapazitäten

Mit einer mehr als 65-jährigen Unternehmensgeschichte, einem Fertigungsnetzwerk über mehrere Kontinente hinweg und seiner langfristig gewachsenen operativen Stabilität entspricht Texmo Blank unmittelbar diesen Anforderungen moderner Beschaffungsorganisationen.

Das multikontinentale Fertigungsnetzwerk: Struktur und strategischer Ansatz

Das globale Fertigungsnetzwerk von Texmo Blank mit Standorten in den USA, Deutschland, Indien und Rumänien ist nicht das Ergebnis kurzfristiger Akquisitionen oder einer rein geografischen Expansion. Vielmehr wurden die einzelnen Standorte gezielt entwickelt, um bestimmte Absatzregionen zu bedienen, spezialisierte Fertigungskompetenzen zu bündeln und die Resilienz des gesamten Produktionsnetzwerks zu stärken.

Texmo Blank USA

Der US-amerikanische Standort ermöglicht eine Fertigung vor Ort für Kunden in Nordamerika. Dadurch lassen sich transatlantische Logistikwege und damit verbundene Transport- und Versorgungsrisiken reduzieren. Gleichzeitig ermöglicht die regionale Präsenz eine schnellere Reaktion auf Kundenanforderungen und eine engere operative Unterstützung laufender Programme.

Für Kunden aus der Luft- und Raumfahrt, die den ITAR-Vorgaben unterliegen und auf eine Beschaffung innerhalb der USA angewiesen sind, ist eine Fertigung vor Ort keine Frage der Präferenz, sondern eine zwingende Voraussetzung für die Beschaffung.

Texmo Blank Germany

Der deutsche Standort verankert die Fertigung im Herzen der europäischen Industrielandschaft und ermöglicht den direkten Zugang zu den in Deutschland und Mitteleuropa konzentrierten Lieferketten der Automobil-, Industrie-, Medizintechnik- und Luftfahrtbranche.

Die ausgeprägte Ingenieurskompetenz, die leistungsfähige industrielle Infrastruktur und die Nähe zu wichtigen Kunden verkürzen im Vergleich zu interkontinentalen Lieferbeziehungen die Logistik- und Lieferzeiten und erleichtern die Abstimmung laufender Programme.

Für europäische Kunden, die Nachhaltigkeitsanforderungen entlang ihrer Lieferkette berücksichtigen müssen, bietet die Fertigung in Europa zudem einen weiteren Vorteil: Kürzere Transportwege senken die transportbedingten Emissionen, ohne bei Qualität und Fertigungskompetenz Abstriche machen zu müssen.

Texmo Blank India

Der indische Standort, der auf mehr als sechs Jahrzehnten Fertigungserfahrung der Texmo Group aufbaut, bietet hohe Produktionskapazitäten, umfassende technische Kompetenz und eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur.

Die qualifizierte Ingenieursbasis, die stetig ausgebaute Infrastruktur für moderne Fertigungsverfahren und die etablierte Position Indiens in den globalen Gusslieferketten schaffen ideale Voraussetzungen für Programme, bei denen Produktionsvolumen, Kosteneffizienz und technische Leistungsfähigkeit gleichermaßen gefragt sind.

Texmo Blank Romania

Der Standort in Rumänien erweitert die europäische Fertigungspräsenz von Texmo Blank um einen zweiten Standort auf dem Kontinent. Er schafft zusätzliche Kapazitäten und eröffnet zugleich den Zugang zu einem wachsenden Pool qualifizierter Fachkräfte im Bereich der modernen Fertigung in Osteuropa. Der rumänische Standort ist als spezialisiertes Zentrum für Zerspanung und Montage ausgelegt und konzentriert sich ausschließlich auf nachgelagerte Bearbeitungs- und Montageprozesse.

Für Kunden, die eine an mehreren europäischen Standorten abgesicherte Lieferkette benötigen – etwa im Automobilbereich, wo strenge Audits zum Lieferkettenrisikomanagement zunehmend zum Standard gehören –, bietet die Kombination aus Feingussfertigung in Deutschland sowie Zerspanung und Montage in Rumänien zusätzliche Versorgungssicherheit. Eine solche geografische Aufteilung schafft eine Resilienz, die mit nur einem europäischen Fertigungsstandort nicht in gleichem Maße erreicht werden kann.

Dual Sourcing: Resilienz als fester Bestandteil der Lieferstrategie

Die Präsenz an mehreren Fertigungsstandorten schafft die Grundlage für eine widerstandsfähige Lieferkette. Ihr tatsächlicher Nutzen entsteht jedoch erst dann, wenn die Voraussetzungen für einen reibungslosen Wechsel zwischen den Standorten geschaffen sind.

Dazu gehört insbesondere die Fähigkeit, ein und dasselbe Bauteil an zwei Standorten nach identischen Qualitätsstandards zu qualifizieren – mit übereinstimmender Prozessdokumentation, kompatibler Werkzeugausstattung sowie identischen geometrischen und mechanischen Eigenschaften. Nur so lässt sich die Fertigung im Bedarfsfall von einem Standort auf den anderen verlagern, ohne dass der Kunde Einbußen bei Qualität oder Leistung hinnehmen muss.

Genau hier setzt die Dual-Sourcing-Kompetenz von Texmo Blank an. Durch standortübergreifend abgestimmte Fertigungsprozesse, einheitliche Qualitätsstandards und kompatible Werkzeugkonzepte schafft Texmo Blank die Voraussetzungen dafür, Bauteile über mehrere Standorte hinweg einheitlich zu fertigen.

Für den Kunden bedeutet das: Er qualifiziert Texmo Blank als Lieferanten – nicht lediglich einen einzelnen Fertigungsstandort. So kann die Produktion bei Kapazitätsengpässen, Lieferunterbrechungen oder einer strategischen Neuausrichtung der Lieferkette zwischen qualifizierten Standorten verlagert werden, ohne dass dadurch eine erneute Qualifizierung erforderlich wird.

Der Wert dieser Fähigkeit zeigt sich vor allem dann, wenn sie am dringendsten benötigt wird: bei Produktionsstörungen, Kapazitätsengpässen oder externen Ereignissen, die andernfalls zu Verzögerungen bei der Kundenbelieferung führen könnten. Ist ein Bauteil an zwei Texmo-Blank-Standorten qualifiziert, steht im Störungsfall eine schnell aktivierbare Ausweichlösung zur Verfügung – innerhalb eines etablierten und bekannten Qualitätsrahmens und ohne den Zeitaufwand und die zusätzlichen Qualifizierungsanforderungen, die mit der kurzfristigen Suche nach einem bislang nicht qualifizierten Lieferanten verbunden wären.

Was in einer Single-Source-Lieferkette zur Krise werden kann, lässt sich in einer dual qualifizierten Lieferkette als beherrschbares operatives Ereignis auffangen.

Für Kunden aus regulierten Branchen wie der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik und dem Bereich IGT, in denen die Lieferantenqualifizierung unter anderem eine formale Erstmusterprüfung, den Nachweis der Prozessfähigkeit und eine dokumentierte Prüfung des Qualitätsmanagementsystems umfasst, macht eine bereits etablierte Dual-Sourcing-Struktur einen entscheidenden Unterschied.

Sie ermöglicht es, auf eine Lieferstörung kontrolliert und professionell zu reagieren, anstatt unter erheblichem Zeitdruck eine Notfallqualifizierung durchführen und auf eine eskalierende Kundensituation reagieren zu müssen.

Geopolitische Risiken und die Bedeutung geografischer Diversifizierung

Das geopolitische Umfeld globaler Lieferketten ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich komplexer und volatiler geworden. Vieles spricht dafür, dass diese Entwicklung anhält. Veränderungen in der Handelspolitik – etwa Zölle, Exportkontrollen, Sanktionsregelungen oder Vorgaben zur lokalen Wertschöpfung – können dazu führen, dass Lieferketten, die unter den bisherigen Rahmenbedingungen wirtschaftlich optimal waren, unter neuen regulatorischen Bedingungen plötzlich wirtschaftlich oder rechtlich nicht mehr tragfähig sind. Nicht selten geschieht dies mit kurzer Vorlaufzeit und erheblichen Kosten für die Umstellung.

Auch Lieferketten für Feingussteile sind diesen Entwicklungen unmittelbar ausgesetzt. Zollregelungen für Stahl- und Aluminiumimporte haben die Wirtschaftlichkeit grenzüberschreitender Gusslieferungen in Nordamerika und Europa bereits spürbar beeinflusst. Exportkontrollen, insbesondere im Verteidigungs- und Luftfahrtbereich, schränken zudem die möglichen Beschaffungsregionen für bestimmte Komponenten ein. Und bei staatlich geförderten Industrieprogrammen können Vorgaben zur lokalen Wertschöpfung eine Beschaffung im jeweiligen Land oder in der jeweiligen Region erforderlich machen – Faktoren, die in einer reinen Betrachtung von Stückkosten und Beschaffungspreisen nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Ein Feingusslieferant mit einem Fertigungsnetzwerk über mehrere Kontinente hinweg – etwa in Nordamerika, Westeuropa und Asien – bietet Kunden die nötige geografische Flexibilität, um ihre Beschaffungsstrukturen an veränderte regulatorische Rahmenbedingungen anzupassen, ohne einen vollständig neuen Lieferanten qualifizieren zu müssen.

Wird die Fertigung bei Texmo Blank aufgrund einer Zolländerung oder einer Vorgabe zur lokalen Wertschöpfung von einem Standort an einen anderen verlagert, handelt es sich um eine operative Anpassung innerhalb einer bestehenden Lieferantenbeziehung – nicht um die monatelange Suche, Qualifizierung und Hochlaufphase, die mit einem vollständig neuen Gusslieferanten verbunden wäre.

Die mehr als sechs Jahrzehnte umfassende internationale Erfahrung von Texmo Blank in der Gussfertigung und -versorgung hat dem Unternehmen ein tiefes Verständnis dafür vermittelt, wie sich Veränderungen in der Handelspolitik, wirtschaftliche Verwerfungen und geopolitische Verschiebungen auf globale Lieferketten auswirken.

Diese Erfahrung ist heute fest in den Strukturen und Kompetenzen des Supply Chain Managements verankert – ebenso wie in den langjährig gewachsenen Beziehungen zu Kunden, Logistikpartnern, Rohstofflieferanten und Behörden. Sie bilden die Grundlage dafür, auch komplexe internationale Beschaffungs- und Versorgungssituationen zuverlässig und flexibel zu steuern.

Gleichbleibende Qualität über Ländergrenzen hinweg: eine unverzichtbare Voraussetzung

Die geografische Diversifizierung der Gussversorgung ist nur dann von echtem Nutzen, wenn an allen Standorten ein gleichbleibend hohes Qualitätsniveau gewährleistet ist. Wer durch die Verteilung der Fertigung zwar seine Lieferkette resilienter macht, dafür aber unterschiedliche Qualitätsstandards zwischen Haupt- und Ausweichstandort in Kauf nimmt, löst sein ursprüngliches Problem nicht – er verlagert das Risiko lediglich in einen anderen Bereich.

Eine konsistente Qualität über ein multikontinentales Fertigungsnetzwerk hinweg sicherzustellen, erfordert weit mehr, als mehreren Standorten dieselbe technische Zeichnung zur Verfügung zu stellen. Notwendig sind einheitliche Qualitätsmanagementsysteme, abgestimmte Standards für die Prozessdokumentation, standortübergreifend kalibrierte Messmittel sowie ein konsistentes Vorgehen bei Abweichungen und Korrekturmaßnahmen.

Ebenso entscheidend ist eine Organisationsstruktur, in der Erkenntnisse und Prozessverbesserungen nicht an einem einzelnen Standort verbleiben, sondern systematisch im gesamten Fertigungsnetzwerk geteilt und umgesetzt werden.

Die Auszeichnungen und Zertifizierungen von Texmo Blank – darunter ISO 9001, ISO 13485 und IATF 16949 an den jeweils relevanten Standorten – belegen Qualitätsmanagementsysteme, die auf gemeinsamen Standards im gesamten internationalen Fertigungsnetzwerk basieren.

Auch die Philosophie der kontinuierlichen Verbesserung, die die operative Weiterentwicklung von Texmo Blank prägt, wird nicht isoliert an einzelnen Standorten umgesetzt, sondern auf Netzwerkebene. Erkenntnisse werden standortübergreifend geteilt, Best Practices gemeinsam weiterentwickelt und einheitliche Kennzahlen eingesetzt. Dadurch wird die Qualitätsleistung über alle Standorte hinweg vergleichbar und kann gezielt weiter verbessert werden.

Für Kunden, die im Rahmen ihrer Beschaffung regelmäßige Lieferantenaudits durchführen – wie es insbesondere in der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt sowie der Medizintechnik üblich ist –, bietet ein integriertes Qualitätsmanagement über mehrere Standorte einen konkreten praktischen Vorteil: Statt jeden Fertigungsstandort unabhängig voneinander auditieren zu müssen, kann das Qualitätsmanagementsystem von Texmo Blank auf Netzwerkebene bewertet werden. Das reduziert den Auditaufwand und schafft zugleich Transparenz und Sicherheit für die gesamte Lieferstruktur.

Gerade Einkaufsteams, die bereits mit fragmentierten Lieferketten und einer Vielzahl einzelner Gusslieferanten gearbeitet haben, erkennen den praktischen Mehrwert eines solchen integrierten Multi-Site-Qualitätsmanagements unmittelbar.

Lagerstrategie und Sicherheitsbestände: Die taktische Ebene der Resilienz

Strukturelle Resilienz – durch Fertigung an mehreren Standorten, Dual Qualification und geografische Diversifizierung – schützt vor gravierenden Lieferunterbrechungen, die eine Verlagerung der Produktion oder den Wechsel zu einem alternativen Lieferanten erforderlich machen können. Resilienz hat jedoch auch eine taktische Dimension: die Fähigkeit, kurzfristige Schwankungen bei Bedarf oder Versorgung aufzufangen, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen. Hier spielen gezielt platzierte Bestände entlang der Lieferkette eine entscheidende Rolle.

Die Lager- und Distributionslösungen von Texmo Blank schaffen die notwendige Infrastruktur für solche bestandsbasierten Resilienzstrategien und ergänzen damit die strukturellen Vorteile der Multi-Site-Fertigung. Im Rahmen individuell abgestimmter Lagerprogramme hält Texmo Blank vereinbarte Bestände kritischer Komponenten an strategisch positionierten Lager- und Distributionsstandorten vor. Dadurch stehen benötigte Bauteile unmittelbar zur Verfügung, ohne dass zunächst die reguläre Produktions- und Lieferzeit abgewartet werden muss. So lassen sich Nachfragespitzen, Verzögerungen in der Logistik oder kurzfristige Änderungen des Bedarfs auffangen, ohne die Produktionsplanung des Kunden zu beeinträchtigen.

Die Kombination aus struktureller Resilienz – durch Fertigung an mehreren Standorten und Dual Qualification – und taktischer Resilienz – durch Bestandsmanagement und flexible Logistik – schafft ein mehrstufiges Schutzkonzept für die Lieferkette. Es ermöglicht, sowohl gravierende Störungen als auch die alltäglichen Schwankungen im operativen Geschäft abzufedern, die sich andernfalls schrittweise auf die Leistungsfähigkeit der gesamten Lieferkette auswirken können.

Der wirtschaftliche Nutzen von Resilienz: Gesamtkosten der Versorgung statt Stückpreis

Resilienz in der Lieferkette wird bisweilen als zusätzlicher Kostenfaktor verstanden – als Aufpreis, den sicherheitsorientierte Kunden für eine besonders zuverlässige Gussversorgung gegenüber dem Marktpreis zahlen. Diese Betrachtungsweise greift jedoch zu kurz und kann zu falschen Beschaffungsentscheidungen führen. Die Kosten einer resilienten Lieferkette sollten nicht allein dem Stückpreis eines Gussteils gegenübergestellt werden, sondern den Gesamtkosten der Versorgung – einschließlich der potenziellen Kosten von Lieferunterbrechungen, die bei einer weniger robusten Lieferstruktur entstehen können.

Die wirtschaftlichen Folgen eines Ausfalls in der Gussversorgung – Produktionsausfälle, Kosten für beschleunigte Beschaffung, Sonderfrachten, Vertragsstrafen, zusätzlicher Managementaufwand und mögliche Reputationsschäden – übersteigen den Preisunterschied zwischen einem resilienten Lieferanten mit mehreren Fertigungsstandorten und einer günstigeren Single-Source-Alternative häufig um ein Vielfaches.

Unternehmen, die bereits gravierende Lieferunterbrechungen erlebt haben, passen ihre Beschaffungsstrategien entsprechend an und machen Resilienz zunehmend zu einem zentralen Kriterium bei der Lieferantenauswahl. Unternehmen ohne eigene Erfahrung mit größeren Störungen hingegen tragen ein Risiko, dessen tatsächliche Größenordnung sich häufig erst zeigt, wenn es bereits eingetreten ist.

Der von Texmo Blank in der Zusammenarbeit mit Kunden angewandte Total-Cost-of-Ownership-Ansatz schafft die Grundlage, Beschaffungsentscheidungen nicht isoliert anhand des Stückpreises, sondern anhand der Wirtschaftlichkeit des gesamten Programms zu bewerten. Werden vermiedene Kosten durch Lieferunterbrechungen, geringere Logistikaufwände durch eine regional optimierte Versorgung, effizientere Qualitätssicherung durch einen integrierten Lieferanten an mehreren Standorten sowie die vereinfachte Beschaffung über einen verlässlichen langfristigen Partner in die Betrachtung einbezogen, wird der wirtschaftliche Vorteil des multikontinentalen Fertigungsmodells von Texmo Blank deutlich.

Partnerschaft über den gesamten Programmzyklus: Langfristige Beziehungen über Marktzyklen hinweg

Resilienz in der Lieferkette ist letztlich ebenso eine Frage verlässlicher Partnerschaften wie eine Frage der Fertigungsinfrastruktur. Die zuverlässigsten und langfristig stabilsten Gusslieferanten sind diejenigen, die die Projekte ihrer Kunden in der Tiefe verstehen, bei Veränderungen frühzeitig und proaktiv kommunizieren, gezielt in Werkzeuge und Prozessentwicklung investieren und dadurch Versorgungs- und Produktionsrisiken kontinuierlich reduzieren. Sie verstehen Versorgungssicherheit nicht als bloße vertragliche Verpflichtung, die mit möglichst geringen Kosten erfüllt werden muss, sondern als gemeinsame Verantwortung von Lieferant und Kunde.

Die Engineering- und Designkompetenz von Texmo Blank steht beispielhaft für diesen partnerschaftlichen Ansatz. Bereits in der Entwicklungsphase arbeitet Texmo Blank eng mit seinen Kunden zusammen, bringt sein Know-how in der Feingussfertigung in die Bauteilentwicklung ein, hilft dabei, fertigungstechnische Risiken frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden, und schafft damit die Prozesskenntnisse, die eine zuverlässige und reproduzierbare Serienfertigung ermöglichen. So entsteht ein tiefes Verständnis für Produkt und Fertigungsprozess – eine wesentliche Voraussetzung für eine dauerhaft stabile Versorgung.

Das Texmo Blank Leistungsversprechen – das Bekenntnis von Texmo Blank zu Präzision, Zuverlässigkeit und nachhaltigem Kundenerfolg – steht für ein Partnerschaftsmodell, bei dem auch die Reputation des Kunden als gemeinsame Verantwortung verstanden wird. Für die Lieferkette bedeutet das: Die Verantwortung für eine zuverlässige Versorgung endet nicht mit dem einzelnen Auftrag. Sie erstreckt sich über den gesamten Produkt- und Fertigungslebenszyklus, über unterschiedliche Marktphasen hinweg und auch auf die operativen Herausforderungen, die jede langfristige Fertigungspartnerschaft mit sich bringt.

Fazit: Resilienz beginnt mit der Gestaltung der Fertigungsstruktur

Resilienz im Feinguss lässt sich nicht erst dann herstellen, wenn eine Lieferunterbrechung bereits eingetreten ist. Sie muss von Anfang an in die Lieferstruktur integriert werden – durch die Auswahl von Lieferanten mit mehreren Fertigungsstandorten, den Aufbau dual qualifizierter Fertigungswege, gezielte Bestandsstrategien zur Abfederung kurzfristiger Schwankungen und langfristige Lieferantenpartnerschaften, die in der Lage sind, Störungen vorausschauend zu bewältigen, anstatt lediglich auf sie zu reagieren.

Das multikontinentale Fertigungsnetzwerk von Texmo Blank mit Standorten in den USA, Deutschland, Indien und Rumänien bildet die strukturelle Grundlage für eine Feingussversorgung, die auch bei geopolitischen Veränderungen, regionalen Störungen und schwankender Nachfrage stabil bleibt. Auf Basis von mehr als 65 Jahren internationaler Fertigungserfahrung, eines integrierten Qualitätsmanagements und einer Dual-Sourcing-Kompetenz, die eine gleichbleibende Qualität über mehrere Standorte hinweg sicherstellt, verfügt Texmo Blank über die Voraussetzungen für eine langfristig belastbare Fertigungs- und Lieferkette – auch über unterschiedliche Marktphasen hinweg.

Wenn Sie erfahren möchten, wie das globale Fertigungsnetzwerk von Texmo Blank die Resilienz Ihrer Feingussversorgung stärken kann, informieren Sie sich über die weltweiten Standorte, erfahren Sie mehr über das Dual-Sourcing-Modell, entdecken Sie das Texmo Blank Leistungsversprechen oder vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch mit dem Texmo-Blank-Team.

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